Gesundheit von geflüchteten Frauen (VORBEI)

Recht auf Gesundheit für alle !


Das „Asylbewerberleistungsgesetz“ wurde 1993 eingeführt, um Flüchtlinge zu entmutigen, nach Deutschland zu kommen oder hier zu bleiben. Es ist rassistisch und diskriminierend! Nach diesem  Gesetz wird nur die akute Schmerzbehandlung übernommen. Alle weiteren Behandlungen müssen individuell beim Sozialamt beantragt werden. Das bedeutet, dass unqualifizierte Leute über unsere Gesundheit entscheiden! Obwohl in manchen Regionen die neue Gesundheitskarte eingeführt wurde, muss bei Spezialbehandlung immer noch das Sozialamt zustimmen. Dies ist eine Missachtung des Menschenrechts auf Gesundheit, nach dem allen Menschen ein Zugang zur Gesundheitsversorgung ermöglicht werden muss, unabhängig von finanziellem oder aufenthaltsrechtlichem Status.

Es gibt zahlreiche Fälle von Flüchtlingsfrauen, bei denen Operationen durchgeführt werden ohne die Betroffene ausreichend in ihrer Sprache zu informieren und die Frauen kennen oft ihre Rechte nicht. Viele der Krankheiten, unter denen Flüchtlingsfrauen leiden entstehen auch durch die Lebensbedingungen unter denen sie in Deutschland leben müssen: das perspektivlose und gewaltvolle Leben in den Lagern, das zermürbende Asylverfahren sowie Rassismus. Dies verursacht großen psychologischen Stress, Probleme und Traumata, weshalb wir daraus die Schlussfolgerung ziehen:

“ Die Lagerunterbringung, das Asylsystem und Rassismus machen uns krank! ”

am 13.06.19 um 18:00 Uhr im Hörsaal 6, Ernst-Abbe-Platz, Jena

Right to Health carefor all !
The „Asylbewerberleistungsgesetz“ was passed in 1993 to discourage asylum seekers from coming to or staying in Germany. It is racist and discriminating!! According to the “Asylbewerberleistungsgesetz” treatment of acute diseases or pain is covered. For any further medical treatment one needs to individually apply at the Sozialamt. This means that unqualified people decide on our health! Even though the new health insurance card was introduced in some regions, for special treatment we still need the permission of the Sozialamt.

This is a violations of the human right for health, which should guarantee access to health coverage for all people regardless of their financial or residence state.

There are countless cases of refugee women which undergo operations without explanation or even informing properly in a language they understand and the women often don’t know about their rights.

A lot of sicknesses from which the women suffer have their roots in the bad living situation in Germany: anxiety of having to live in the lagers with no perspectives, the tiresome asylum system and racism. All this cause psychological problems, stress and traumas for which we come to the conclusion:

the lager, the system, the racism makes us sick!”

13.06.19 18:00 Hour at Hörsaal 6, Ernst-Abbe-Platz, Jena

§218 und 219a StGB (VORBEI)

Ein Recht auf Aufklärung- Vortrag über Konsequenzen für betroffene Frauen und Behandler*innen aus §218/219a StGB –


Das Thema „Schwangerschaftsabbruch“ ließ in den letzten Monaten die Wellen hochschlagen. Der erschwerte Zugang zu Informationen rund um das Thema der Abtreibung bestimmt über Schicksale von Menschenleben. In einem Entscheidungsprozess, bei dem es auf Grund der momentanen Rechtslage auf jeden einzelnen Tag ankommt, ist das Aufklärungsverbot von Behandler*innen außerhalb des privaten Patient*innengesprächs ein Stolperstein, der vielen Frauen „das Genick brechen“ kann. Nicht nur Patient*innen wird das Leben erschwert. Behandler*innen sind Anfeindungen und Erniedrigungen ausgesetzt und erhalten dabei keine Unterstützung vom Staat. Ganz im Gegenteil. Nun steht ein neues Gesetz, doch welche Konsequenzen ergeben sich für Patient*innen und Ärzt*innen aus der neuen Rechtslage? Stellt das neue Gesetz eine Unterstützung für Patient*innen und Behandler*innen dar oder eher einen kläglichen Versuch, kritische Stimmen zu beschwichtigen?Juliane Beck, Rechtsanwältin, Gesundheitsaktivistin und Vorstandsmitglied im Arbeitskreis Frauengesundheit in Medizin, Psychotherapie und Gesellschaft e.V., ist zuständig für die juristische Beurteilung des Themas in ihrem Verein. Fast alle auf Grund der momentanen Rechtslage angeklagten Ärzt*innen sind Mitglieder des AKF und zusammen setzen sie sich für die Stärkung der Rechte von Frauen im Gesundheitswesen ein.Juliane Beck, die Referentin unseres Vortrags, wird über die rechtlichen Hintergründe aufklären und von Betroffenen berichten. Wir kommen dem Recht auf Aufklärung nach; eine Meinung kann sich jeder selbst bilden. 

am 27.06. um 18:30 im Hörsaal 7, Ernst-Abbe-Platz, Jena

Seenotrettung aus medizinischer Sicht (VORBEI)

am 20.07.2019, um 18:00 im Höörsaal 7

Einer der gefährlichsten Fluchtwege ist die Flucht über das Mittelmeer. Viele Menschen sterben auf diesen Weg und statt den Flüchtenden zu helfen, hat die EU und die europäischen Staaten ihre eigenen Seerettungsmissionen eingestellt. Stattdessen müssen jetzt Freiwillige diese Nothilfe übernehmen.

Das MediNetz Jena begrüßt am 20.07.2019 um 18 Uhr im Hörsaal 7 (Ernst-Abbe-Platz), Leon van Bömmel, ein Sanitäter und Medizinstudent der Mission Lifeline. Er erzählt über die aktuelle Situation der Seenotretter im Mittelmeer und von den vielen Hindernissen und Repressionen mit welchen die Seenotretter tagtäglich kämpfen müssen.

Besonderer Schwerpunkt liegt dabei auf den medizinischen Herrausforderungen welche die Seenotretter bewältigen müssen. Denn auch auf See gilt das Recht auf Gesundeheit für alle Menschen und die Seenotretter wollen dieses Recht bestmöglich umsetzen. Für Menschen die selbst aktiv werden wollen, wird es Information geben wie dies möglich ist, auch und besonders für Menschen die selbst medizinische Fähigkeiten haben.

In diesem Sinne hoffen wir viele von euch dort zu sehen und schließen mit den leider immer noch notwendigen Slogan: Seenotrettung ist kein Verbrechen!

GKV/PKV vs. Bürger*innenversicherung (VORBEI)

Gerangel um Bürger*innenversicherung- wie eine solidarische Versicherung für alle aussehen könnte –

Die Idee einer „Bürger*innenversicherung“ ist durch die aktuelle politische Lage in den letzten Wochen groß in den Medien gewesen. Viele Ärzt*innen haben ihre Stimmen dagegen erhoben und entwarfen ein Schreckensszenario von Praxisschließungen, Unterversorgung und steigenden Beitragssätzen, falls die private Krankenversicherung abgeschafft werden würde. Wir wollen mit den Mythen um die „Bürger*innenversicherung“ aufräumen und zeigen, dass weder Praxen schließen noch die Beitragssätze steigen müssten. Außerdem wollen wir darüber diskutieren, welche Hürden und Fallen auf einem möglichen Weg in die „Bürger*innenversicherung“ lauern.
Einen Überblick darüber, wie eine solidarische Versicherung für alle Menschen funktionieren könnte, wird uns Nadja Rakowitz, Medizinsoziologin und Geschäftsführerin vom Verein demokratischer Ärztinnen und Ärzte (vdää), geben. Kira von Bernuth, Ärztin, wird über weit verbreitete Ängste und Mythen unter den Ärzt*innen berichten. Gemeinsam wollen wir diskutieren, welche Art der Krankenversicherung wir für sinnvoll und notwendig halten.

Gerangel um die Bürger*innenversicherung- wie eine solidarische Versicherung für alle aussehen könnte –
Die Idee einer „Bürger*innenversicherung“ hat sich in der Bundespolitik leider nicht bis zur Umsetzung festsetzen können. Zu mächtig war die groß angelegte Lobby-Kampange einer marktliberal ausgerichteten Interessengemeinschaft vom Verband der privaten Krankenversicherungen bis hin zu einem großen Teil der Ärzt*innenschaft. Viele haben ihre Stimmen dagegen erhoben und entwarfen ein Schreckensszenario von Praxisschließungen, Unterversorgung und steigenden Beitragssätzen, falls die private Krankenversicherung abgeschafft werden würde. Auch wenn es also aktuell nicht nach einer Umsetzung aussieht, wollen wir mit den Mythen um die „Bürger*innenversicherung“ aufräumen und zeigen, dass weder Praxen schließen noch die Beitragssätze steigen müssten. Wir wollen darüber diskutieren, welche Hürden und Fallen auf einem möglichen Weg in die „Bürger*innenversicherung“ lauern und welche Interessen hinter dem Festhalten an der privaten Krankenversicherung stehen.

Als Aktive beim Verein demokratischer Ärztinnen und Ärzte (VdÄÄ) werden Gerit Poost und Kira v. Bernuth einen Überblick darüber geben, wie eine solidarische Versicherung für alle Menschen funktionieren könnte und über weit verbreitete Ängste und Mythen unter Ärzt*innen berichten. Gemeinsam wollen wir diskutieren, welche Art der Krankenversicherung wir für sinnvoll und notwendig halten.
23.05.2019, 18:00 – 20:00

Jugend-, Bildungs- und Begegnungszentrum Polaris Jena-NordCamburger Straße 6507743 Jena-Nord- Straßenbahn-Haltestelle An der Eule – 500 Meter Fußweg zum Polaris- Das Polaris ist barrierefrei.

Neue Website

Wilkommen auf der neuen Website vom MediNetz Jena e.V. Hier findet ihr immer informationen über unseren Verein. Wenn ihr medizinische Hilfe braucht, dann schreibt uns am besten eine Mail an kontakt@medinetz-jena.de oder Ruft uns an. Wir melden uns so schnell wie möglich zurück.

Im Moment läuft unsere Veranstaltungsreihe Wutzustände-Mutzustände in der wir uns und euch zu medizinischen Themen informieren. Mehr dazu findet ihr unter Verantaltungen.

Wenn ihr selbst beim MediNetz mitmachen wollt, könnt ihr auch ohne Anmeldung jeden Mittwoch zu unseren Plenum kommen. Wenn ihr da keine Zeit habt, kontaktiert uns doch auch einfach unter unserer Mail Adresse und wir treffen uns wann anders.

In diesem Sinne, auf ein baldiges sehen.